Passion Unseres Herrn Jesu Christi

Nach dem Evangelisten Matthäus

 

Musik: Johann Sebastian Bach

Text: Christian Friedrich Henrici,

genannt Picander

 

 

Ester Teil

 

Salbung in Bethanien

(Matthäus 26, 1-13)

 

NR. 1. CHOR, CHORAL

 

Chor

Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen,

Sehet! Wen? Den Bräutigam.

Seht ihn! Wie? Als wie ein Lamm.

Sehet! Was? Seht die Geduld.

Seht! Wohin? Auf unsre Schuld.

Sehet ihn aus Leb und Huld

Holz zum Kreuze selber tragen.

 

Choral (Soprano “in ripieno”)

O Lamm Gottes unschuldig

Am Stamm des Kreuzes geschlachtet,

Allzeit erfund'n geduldig,

Wiewohl du warest verachtet.

All' Sünd' hast du getragen,

Sonst müßten wir verzagen.

Erbarm' dich unser, o Jesu.

 

NR. 2 REZITATIV (26, 1-2)

 

Evangelist

Da Jesus diese Rede vollendet hatte,

sprach er zu seinen Jüngern:

 

Jesus

Ihr wisset, daß nach zweien Tagen

Ostern wird, und des Menschen Sohn

wird über antwortet werden,

daß er gekreuziget werde.

 

NR. 3 CHORAL

Herzliebster Jesu,

was hast du verbrochen,

Daß man ein solch hart

Urteil hat gesprochen?

Was ist die Schuld,

in was für Missetaten

Bist du geraten?

 

NR. 4 REZITATIV (26, 3-4)

Evangelist

Da versammelten sich die Hohenpriester

und Schriftgelehrten und die Ältesten im Volk

in dem Palast des Hohenpriesters,

der da hieß Kaiphas. Und hielten Rat,

wie sie Jesum mit Listen griffen und töteten.

Sie sprachen aber:

 

NR. 5 CHOR (26, 5)

Ja nicht auf das Fest,

auf daß nicht ein Aufruhr werde im Volk.

 

NR. 6 REZITATIV (26, 6-7)

 

Evangelist

Da nun Jesus war zu Bethanien,

Im Hause Simonis, des Aussätzigen,

trat zu ihm ein Weib,

das hatte ein Glas mit köstlichem Wasser,

und goß es auf sein Haupt,

da er zu Tische saß.

Da das seine Jünger sahen,

wurden sie unwillig und sprachen:

 

NR. 7 CHOR (26, 8-9)

Wozu dienet dieser Unrat?

Dieses Wasser hätte mögen teuer verkauft

und den Armen gegeben werden.

 

NR. 8 REZITATIV (26, 10-13)

 

Evangelist

Da das Jesus merkete, sprach er zu ihnen:

 

Jesus

Was bekümmert ihr das Weib?

Sie hat ein gut Werk an mir getan!

Ihr habet allezeit Arme bei euch,

Mich aber habt ihr nicht allezeit.

Daß sie dies Wasser hat auf meinen Leib

gegossen, hat sie getan,

daß man mich begraben wird.

Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium

geprediget wird in der ganzen Welt,

da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

 

 

NR. 9 REZITATIV  (Alt)

Du lieber Heiland du,

Wenn deine Jünger töricht streiten,

Daß dieses fromme Weib

Mit Salben deinen Leib

Zum Grabe will bereiten;

So lasse mir inzwischen zu,

Von meiner Augen Tränenflüssen

Ein Wasser auf dein Haupt zu gießen.

 

NR. 10 ARIE (Alt)

Buss' und Reu'

Knirscht das Sündenherz entzwei,

Daß die Tropfen meiner Zähren

Angenehme Spezerei,

Treuer Jesu, dir gebären.

 

Abendmahl

(Matthäus 26, 14-35)

 

NR. 11 REZITATIV (26, 14-16)

 

Evangelist

Da ging hin der Zwölfen einer,

mit Namen Judas Ischarioth,

zu den Hohenpriestern und sprach:

 

Judas

Was wollt ihr mir geben?

Ich will ihn euch verraten.

 

Evangelist

Und sie boten ihm dreissig Silberlinge.

Und von dem an suchte er Gelegenheit,

daß er ihn verriete.

 

NR. 12 ARIE (Sopran)

Blute nur, du liebes Herz!

Ach, ein Kind, das du erzogen,

Das an deiner Brust gesogen,

Droht den Pfleger zu ermorden,

denn es ist zur Schlange worden.

 

NR. 13 REZITATIV (26, 17)

 

Evangelist

Aber am ersten Tage der süßen Brot

traten die Jünger zu Jesu

und sprachen zu ihm:

 

NR. 14 CHOR

Wo willst du, daß wir dir bereiten,

das Osterlamm zu essen?

 

NR. 15 REZITATIV (26, 18-22)

 

Evangelist

Er sprach:

 

Jesus

Gehet hin in die Stadt zu einem

Und sprecht zu ihm: Der Meister läßt dir sagen: Meine Zeit ist hier,

ich will bei dir die Ostern halten

mit meinen Jüngern.

 

Evangelist

Und die Jünger taten,

wie ihnen Jesus beholfen hatte,

und bereiteten das Osterlamm.

Und am Abend setzte er sich zu Tische

mit den Zwölfen.

Und da sie aßen, sprach er:

 

Jesus

Wahrlich, ich sage euch,

einer unter euch wird mich verraten.

 

Evangelist

Und sie wurden sehr betrübt und huben an,

ein jeglicher unter ihnen, und sagten zu ihm:

 

Chor

Herr, bin ich's?

 

NR. 16 CHORAL

Ich bin's ich sollte büßen,

An Händen und an Füßen

Gebunden in der Höll'.

Die Geißeln und die Banden,

Und was du ausgestanden,

Das hat verdienet meine Seel'.

 

NR. 17 REZITATIV (26, 23-29)

 

Evangelist

Er antwortete und sprach:

 

Jesus

Der mit der Hand mit mir in die Schüssel tauchet, der wird mich verraten.

Des Menschen Sohn gehet zwar dahin,

wie von ihm geschrieben stehet;

doch wehe dem Menschen,

durch welchen des Menschen Sohn

verraten wird. Es wäre ihm besser,

daß derselbige Mensch

noch nie geboren wäre.

 

Evangelist

Da antwortete Judas, der ihn verriet,

und sprach:

 

Judas

Bin ich's, Rabbi?

 

Evangelist

Er sprach zu ihm:

 

Jesus

Du sagests.

 

Evangelist

Da sie aber aßen, nahm Jesus das Brot,

dankete und brach's

und gab's den Jüngern und sprach:

 

Jesus

Nehmet, eßet; das ist mein Leib.

 

Evangelist

Und er nahm den Kelch und dankete,

gab ihnen den und sprach:

 

Jesus

Trinket alle daraus;

das ist mein Blut des Neuen Testaments,

welches vergossen wird für Viele,

zu Vergebung der Sünden.

Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr

von diesen Gewächs des Weinstocks trinken, bis an den Tag, da ich's neu trinken werde

mit euch in meines Vaters Reich.

 

NR. 18 REZITATIV (Sopran)

Wiewohl mein Herz

in Tränen schwimmt,

Daß Jesus von mir Abschied nimmt,

So macht mich doch sein Testament erfreut.

Sein Fleisch und Blut, o Kostbarkeit,

Vermacht er mir in meine Hände.

Wie er es auf der Welt

mit denen Seinen nicht böse können meinen,

So liebt er sie bis an das Ende.

 

NR. 19 ARIE (Sopran)

Ich will dir mein Herze schenken,

Senke dich, mein Heil, hinein.

Ich will mich dir versenken;

Ist dir gleich die Welt zu klein,

Ei, so sollst du mir allein

Mehr als Welt und Himmel sein.

 

NR. 20. REZITATIV (26, 30-32)

 

Evangelist

Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Da sprach Jesus zu ihnen:

 

Jesus

In dieser Nacht werdet ihr euch

alle ärgern an mir.

Denn es stehet geschrieben:

Ich werde den Hirten schlagen,

und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen. Wann ich aber auferstehe,

will ich vor euch hingehen in Galiläam.

 

NR. 21 CHORAL

Erkenne mich, mein Hüter,

Mein Hirte, nimm mich an!

Von dir, Quell aller Güter,

Ist mir viel Gut's getan.

Dein Mund hat mich gelabet

Mit Milch und süßer Kost,

Dein Geist hat mich begabet

Mit mancher Himmelslust.

 

NR. 22 REZITATIV (26, 33-35)

 

Evangelist

Petrus aber antwortete

und sprach zu ihm:

 

Petrus

Wenn sie auch alle sich an dir ärgerten,

so will ich doch mich nimmermehr ärgern.

 

Evangelist

Jesus sprach zu ihm:

 

Jesus

Wahrlich, ich sage dir:

In dieser Nacht, ehe der Hahn krähet,

wirst du mich dreimal verleugnen.

 

Evangelist

Petrus sprach zu ihm:

 

Petrus

Und wenn ich mit dir sterben müßte,

so will ich dich nicht verleugnen.

 

Evangelist

Desgleichen sagten auch alle Jünger.

 

NR. 23 CHORAL

Ich will hier bei dir stehen,

Verachte mich doch nicht!

Von dir will ich nicht gehen,

Wenn dir dein Herze bricht;

Wenn dein Herz wird erblassen

Im letzten Todesstoß,

Alsdenn will ich dich fassen

In meinen Arm und Schoß.

 

Am Ölberg

(Matthäus 26, 36-56)

 

NR. 24 REZITATIV (26, 36-38)

 

Evangelist

Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe,

der hieß Gethsemane,

und sprach zu seinen Jüngern:

 

Jesus

Setzet euch hier,

bis ich dorthin gehe und bete.

 

Evangelist

Und nahm zu sich Petrum

und die zween Söhne Zebedäi,

und fing an zu trauern und zu zagen.

Da sprach Jesus zu ihnen:

 

Jesus

Meine Seele ist betrübt bis an den Tod;

bleibet hier und wachet mit mir

 

NR. 25 REZITATIV (Tenor, Choral)

 

Solo:

O Schmerz!

Hier zittert das gequälte Herz!

Wie sinkt es hin,

wie bleicht sein Angesicht!

Der Richter führt ihn vor Gericht,

Da ist kein Trost, kein Helfer nicht.

Er leidet alle Höllenqualen,

Er soll für fremden Raub bezahlen.

Ach, könnte meine Lebe dir, Mein Heil,

dein Zittern und dein Zagen

Vermindern oder helfen tragen,

Wie gerne blieb ich hier!

 

Choral

Was ist die Ursach' aller solcher Plagen?

Ach, meine Sünden

haben dich geschlagen.

Ich, ach Herr Jesu,

habe dies verschuldet,

Was du erduldet!

 

NR. 26 ARIE (Tenor, Chor)

 

Solo:

Ich will bei meinem Jesu wachen.

 

Chor:

So schlafen uns're Sünden ein.

 

Solo:

Meinen Tod  Büßet seiner Seelen Not,

Sein Trauren machet

mich voll Freuden.

 

Chor:

Drum muß uns sein verdienstlich Leiden

Recht bitter und doch süße sein.

 

NR. 27. REZITATIV (26, 39)

 

Evangelist

Und ging hin ein wenig,

fiel nieder auf sein Angesicht

und betete und sprach:

 

Jesus

Mein Vater, ist's möglich,

so gehe dieser Kelch von mir;

doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.

 

NR. 28. REZITATIV (Bass)

Der Heiland fällt vor seinem Vater nieder,

Dadurch erhebt er mich und alle

Von unserm Falle

Hinauf zu Gottes Gnade wieder.

Er ist bereit,

Den Kelch, des Todes Bitterkeit zu trinken,

In welchen Sünden dieser Welt

Gegossen sind und häßlich stinken,

Weil es dem lieben Gott gefällt.

 

NR. 29 ARIE (Bass)

Gerne will ich mich bequemen,

Kreuz und Becher anzunehmen,

Trink ich doch dem Heiland nach.

Denn sein Mund,

Der mit Milch und Honig fließet,

Hat den Grund und des Leidens herbe Schmach

Durch den ersten Trunk versüßet.

 

NR. 30 REZITATIV (26, 40-42)

 

Evangelist

Und er kam zu seinen Jüngern

Und fand sie schlafend und sprach zu ihnen:

 

Jesus

Könnet ihr denn nicht eine Stunde

mit mir wachen? Wachet und betet,

daß ihr nicht in Anfechtung fallet.

Der Geist ist willig,

aber das Fleisch ist schwach.

 

Evangelist

Zum andern Mal ging er hin,

betete und sprach:

 

Jesus

Mein Vater, ist's nicht möglich,

daß dieser Kelch von mir gehe,

ich trinke ihn denn; so geschehe dein Wille.

 

NR. 31 CHORAL

Was mein Gott will, das g'scheh' allzeit,

Sein Will', der ist der beste;

Zu helfen den'n er ist bereit,

Die an ihn glauben feste;

Er hilft aus Not, der fromme Gott,

Und züchtiget mit Massen.

Wer Gott vertraut,  fest auf ihn baut,

Denn will er nicht verlassen.

 

NR. 32 REZITATIV (26, 43-50)

 

Evangelist

Und er kam und fand sie aber schlafend

und ihre Augen waren voll Schlaf's.

Und er ließ sie und ging abermals hin

und betete zum dritten Mal

und redete dieselbigen Worte. Da kam er

zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen:

 

Jesus

Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen?

Siehe, die Stunde ist hier,

daß des Menschen Sohn

in der Sünder Hände überantwortet wird.

Stehet auf, lasset uns gehen;

siehe, er ist da, der mich verrät.

 

Evangelist

Und als er noch redete, siehe, da kam Judas,

der Zwölfen einer, und mit ihm

eine große Schar mit Schwertern

und mit Stangen, von den Hohenpriestern

und Ältestendes Volks.

Und der Verräter hatte ihnen

ein Zeichen gegeben und gesagt:

Welchen ich küssen werde,

der ist's, den greifet.

Und alsbald rat er zu Jesum und sprach:

 

Judas

Gegrüßet seist du, Rabbi!

 

Evangelist

Und küssete ihn.

Jesus aber sprach zu ihm:

 

Jesus

Mein Freund, warum bist du kommen?

 

Evangelist

Da traten sie hinzu

und legten die Hände an Jesum und griffen ihn.

 

NR. 33 DUETT

(Sopran, Alt, Chor)

 

Solisten:

So ist mein Jesus nun gefangen.

Mond und Licht

ist vor Schmerzen untergangen,

Weil mein Jesus ist gefangen.

Sie führen ihn; er ist gebunden.

 

Chor:

Laßt ihn, haltet, bindet nicht!

Sind Blitze, sind Donner

in Wolken verschwunden?

Eröffne den feurigen Abgrund, o Hölle, zertrümmre, verderbe, verschlinge, zerschelle

Mit plötzlicher Wut den falschen Verräter,

das mördrische Blut!

 

NR. 34 REZITATIV (26, 51-56)

 

Evangelist

Und siehe, einer aus denen, die mit Jesu waren,

reckete die Hand aus und schlug

des Hohenpriesters Knecht,

und hieb ihm ein Ohr ab.

Da sprach Jesus zu ihm:

 

Jesus

Stecke dein Schwert an seinen Ort;

denn wer das Schwert nimmt,

der soll durchs Schwert umkommen.

Oder meinest du, daß ich nicht könnte

meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte

mehr denn zwölf Legion Engel?

Wie würde aber die Schrift erfüllet?

Es muß also gehen.

 

Evangelist

Zu der Stund' sprach Jesus zu den Scharen:

 

Jesus

Ihr seid ausgegangen als zu einem Mörder,

mit Schwertern und mit Stangen,

mich zu fahen; bin ich doch täglich

bei euch gesessen

und habe gelehret im Tempel,

und ihr habt mich nicht gegriffen.

Aber das ist alles geschehen, daß erfüllet würden die Schriften der Propheten.

 

Evangelist

Da verließen ihn alle Jünger und flohen.

 

NR. 35. CHORAL

O Mensch,

bewein' dein' Sünde groß,

Darum Christus sein's Vaters Schoß

Äußert und kam auf Erden.

Von einer Jungfrau, rein und zart,

Für uns er hie geboren ward,

Er wollt' der Mittler werden.

Den'n Toten er das Leben gab,

Und legt' dabei all' Krankheit ab,

Bis sich die Zeit herdrange,

Daß er für uns geopfert würd,

Trüg'' uns'rer Sünden schwere Bürd' Wohl

an dem Kreuze lange.

 

 

ZWEITER TEIL

 

 

Falsches Zeugnis

(Matthäus 26, 57-63)

 

NR. 36 ARIE (Alt, Chor)

 

Solo:

Ach, nun ist mein Jesus hin!

Ist es möglich, kann ich schauen?

Ach, mein Lamm in Tigerklauen!

Ach! wo ist mein Jesus hin?

Ach! was soll ich der Seele sagen,

Wenn sie mich wird ängstlich fragen:

Ach! wo ist mein Jesus hin?

 

Chor:

Wo ist denn dein Freund hingegangen,

O du Schönste unter den Weibern?

Wo hat sich dein Freund hingewandt?

So wollen wir mit dir ihn suchen.

 

NR. 37 REZITATIV (26, 51-59)

 

Evangelist

Die aber Jesum gegriffen hatten,

führeten ihn vor dem Hohenpriester Kaiphas, dahin die Schriftgelehrten und Ältesten

sich versammelt hatten.

Petrus aber folgete ihm nach von ferne

bis in den Palast des Hohenpriesters;

und ging hinein und setzte sich

bei den Knechten,

auf daß er sähe, wo es hinaus wollte.

Die Hohenpriester aber und Ältesten

und der ganze Rat suchten falsches Zeugnis wider Jesum, auf daß sie ihn töteten,

und funden keines.

 

NR. 38 CHORAL

Mir hat die Welt trüglich gericht' mit Lügen

und mit falschem G'dicht,

Viel Netz und heimlich Stricken.

Herr, nimm mein wahr in dieser G'fahr,

B'hüt mich vor falschen Tücken.

 

NR. 39 REZITATIV (26, 60-63)

 

Evangelist

Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch keins. Zuletzt traten herzu

zween falsche Zeugen und sprachen:

 

Erster, Zweiter Zeuge

Er hat gesagt: "Ich kann den Tempel Gottes

abbrechen und in dreien Tagendenselben

bauen.

 

Evangelist

Und der Hohepriester stund auf

sprach zu ihm:

 

Pontifex

Antwortest du nichts zu dem,

was diese wider dich zeugen?

 

Evangelist

Aber Jesus schwieg stille.

 

NR. 40 REZITATIV (Tenor)

Mein Jesus schweigt

zu falschen Lügen stille,

Um uns damit zu zeigen,

Daß sein Erbarmens voller Wille

Für uns zum Leiden sei geneigt,

Und daß wir in dergleichen Pein

Ihm sollen ähnlich sein,

Und in Verfolgung stille schweigen.

 

NR. 41 ARIE (Tenor)

Geduld, Geduld,

Wenn mich falsche Zungen stechen.

Leid' ich wider meine Schuld

Schimpf und Spott,

Ei, so mag der liebe Gott

Meines Herzens Unschuld rächen.

 

Verhör von Kaiphas und Pilatus

(Matthäus 26, 63-75; 27, 1-14)

 

NR. 42 REZITATIV (26, 63-66)

 

Evangelist

Und der Hohepriester antwortete

und sprach zu ihm:

 

Pontifex

Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott,

daß du uns sagest, ob du seiest Christus,

der Sohn Gottes.

 

Evangelist

Jesus sprach zu ihm:

 

Jesus

Du sagest's. Doch sage ich euch:

Von nun an wird's geschehen,

Daß ihr sehen werdet des Menschen Sohn

sitzen zur Rechten der Kraft

und kommen in den Wolken des Himmels.

 

Evangelist

Da zerriß der Hohepriester seine Kleider

und sprach:

 

Pontifex

Er hat Gott gelästert. Was dürfen

wir weiter Zeugnis?

Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung

gehöret. Was dünket euch?

 

Evangelist

Sie antworteten und sprachen:

 

Chor:

Es ist des Todes schuldig!

 

NR. 43 REZITATIV (26, 67-68)

 

Evangelist

Da speieten sie aus in sein  Gesicht

und schlugen ihn mit Fäusten.

Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht

und sprachen:

 

Chor

Weissage uns, Christe,

wer ist's, der dich schlug?

 

NR. 44 CHORAL

Wer hat dich so geschlagen,

Mein Heil, und dich mit Plagen

So übel zugericht'?

Du bist ja nicht ein Sünder,

Wie wir und uns're Kinder;

Von Missetaten weißt du nicht.

 

NR. 45 REZITATIV (26, 69-73)

 

Evangelist

Petrus aber saß draußen im Palast,

und es trat zu ihm eine Magd und sprach:

 

Erste Magd

Und du warest auch mit dem Jesu aus Galiläa.

 

Evangelist

Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach:

 

Petrus

Ich weiß nicht, was du sagest.

 

Evangelist

Als er aber zur Tür hinausging,

sahe ihn eine andere

und sprach zu denen, die da waren:

 

Zweite Magd

Dieser war auch mit dem Jesu von Nazareth.

 

Evangelist

Und er leugnete abermal und schwur dazu:

 

Petrus

Ich kenne des Menschen nicht.

 

Evangelist

Und über eine kleine Weile traten hinzu,

die da standen, und sprachen zu Petro:

 

Chor

Wahrlich, du bist auch einer von denen,

denn deine Sprache verrät dich.

 

NR. 46 REZITATIV (26, 74-75)

 

Evangelist

Da hub er an, sich zu verfluchen

und zu schwören:

 

Petrus

Ich kenne des Menschen nicht!

 

Evangelist

Und alsbald krähete der Hahn.

Da dachte Petrus an die Worte Jesu,

da er zu, ihm sagte: Ehe der Hahn krähen wird, wirst du mich dreimal verleugnen.

Und ging heraus und weinete bitterlich.

 

NR. 47 ARIE (Alt)

Erbarme dich, mein Gott,

Um meiner Zähren willen;

Schaue hier,

Herz und Auge Weint vor dir bitterlich.

Erbarme dich!

 

NR. 48 CHORAL

Bin ich gleich von dir gewichen,

Stell' ich mich doch wieder ein;

Hat uns doch dein Sohn verglichen

Durch sein' Angst und Todespein.

Ich verleugne nicht die Schuld,

Aber deine Gnad' und Huld

Ist viel größer als die Sünde,

Die ich stets in mir befinde.

 

NR. 49 REZITATIV (27, 1-4)

 

Evangelist

Des Morgens aber hielten aber

alle Hohenpriester und die Altesten des Volks

einen Rat über Jesum, daß sie ihn töteten.

Und banden ihn, führeten ihn hin

Und überantworteten ihn dem Landpfleger

Pontio Pilato.

Da das sahe Judas, der ihn verraten hatte,

daß er verdammt war zum Tode,

gereuete es ihn, und brachte her wieder

die dreissig Silberlinge den Hohenpriestern

und Ältestenund sprach:

 

Judas

Ich habe übel getan,

daß ich unschuldig Blut verraten habe.

 

Evangelist

Sie sprachen:

 

Chor

Was gehet uns das an? Da siehe du zu.

 

NR. 50 REZITATIV (27, 5-6)

 

Evangelist

Und er warf die Silberlinge in den Tempel,

hub sich davon, ging hin

und erhängete sich selbst.

Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge

und sprachen:

 

Priestern

Es taugt nicht, daß wir sie

in den Gotteskasten legen, denn es ist Blutgeld.

 

NR. 51 ARIE (Bass)

Gebt mir meinem Jesum wieder!

Seht, das Geld, den Mörderlohn,

Wirft euch der verlorne Sohn

zu den Füßen nieder.

 

NR. 52 REZITATIV (27, 7-14)

 

Evangelist

Sie hielten aber einen Rat und kauften

einen Pilger. Töpfersacker darum,

zum Begräbnis der Daher ist

derselbige Acker genennet der

Blutacker bis auf den heutigen Tag.

Da ist erfüllet, das gesagt ist

durch den Propheten Jeremias, da er spricht:

Sie haben genommen dreissig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte,

welchen sie kauften von den Kindern Israel;

und haben sie gegeben um einen Töpfersacker, als mir der Herr befohlen hat.

Jesus aber stand vor dem Landpfleger,

und der Landpfleger fragte ihn und sprach:

 

Pilatus

Bist du der Juden König?

 

Evangelist

Jesus aber sprach zu ihm:

 

Jesus

Du sagest's.

 

Evangelist

Und da er verklagt ward

von den Hohenpriestern und Ältesten,

antwortete er nichts. Da sprach Pilatus zu ihm:

 

Pilatus

Hörest du nicht, wie hart sie dich verklagen?

 

Evangelist

Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also,

daß sich auch der Landpfleger

sehr verwunderte.

 

NR. 53 CHORAL

Befiehl du deine Wege

Und was dein Herze kränkt

Der allertreusten Pflege

Des, der den Himmel lenkt;

Der Wolken, Luft und Winden

Gibt Wege, Lauf und Bahn,

Der wird auch Wege finden,

Da dein Fuß gehen kann.

 

Überantwortung und Geißelung

(Matthäus 27, 15-30)

 

NR. 54 REZITATIV (27, 15-22)

 

Evangelist

Auf das Fest aber hatte

Der Landpfleger Gewohnheit,

Dem Volk einen Gefangenen loszugeben,

welchen sie wollten. Er hatte aber

zu der Zeit einen Gefangenen,

einen sonderlichen vor andern,

der hieß Barrabas. Und da sie versammelt

waren, sprach Pilatus zu ihnen:

 

Pilatus

Welchen wollet ihr, daß ich euch losgebe: Barrabam oder Jesum,

von dem gesaget wird, er sei Christus?

 

Evangelist

Denn er wußte wohl, daß sie ihn

aus Neid überantwortet hatten.

Und da er auf dem Richtstuhl saß,

schickete sein Weib zu ihm und ließ ihm sagen:

 

Pilati Weib

Habe du nichts zu schaffen

mit diesem Gerechten; Ich habe heute

viel erlitten im Traum von seinetwegen.

 

Evangelist

Aber die Hohenpriester und die Ältesten überredeten das Volk,

daß sie um Barrabam bitten sollten

und Jesum umbrächten.

Da antwortete nun der Landpfleger

und sprach zu ihnen:

 

Pilatus

Welchen wollt ihr unter diesen zweien,

den ich euch soll losgeben?

 

Evangelist

Sie sprachen:

 

Chor

Barrabam!

 

Evangelist

Pilatus sprach zu ihnen:

 

Pilatus

Was soll ich denn machen mit Jesu,

von dem gesagt wird, er sei Christus?

 

Evangelist

Sie sprachen alle:

 

Chor

Laß ihn kreuzigen!

 

NR. 55 CHORAL

Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe!

Der gute Hirte leidet für die Schafe;

Der Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte,

Für seine Knechte!

 

NR. 56 REZITATIV (27, 23)

 

Evangelist

Der Landpfleger sagte:

 

Pilatus

Was hat er denn Übels getan?

 

NR. 57 REZITATIV (Sopran)

Er hat uns allen wohlgetan;

Den Blinden gab er das Gesicht,

Die Lahmen macht' er gehend;

Er sagt' uns seines Vaters Wort,

Er trieb die Teufel fort;

Betrübte er aufgericht't;

Er nahm die Sünder auf und an;

Sonst hat mein Jesus nichts getan.

 

NR. 58 ARIE (Sopran)

Aus Liebe will mein Heiland sterben,

Von einer Sünde weiß er nichts,

Daß das ewige Verderben

Und die Strafe des Gerichts

Nicht auf meiner Seel bliebe.

 

NR. 59 REZITATIV (27, 23-26)

 

Evangelist

Sie schrieen aber noch mehr und sprachen:

 

Chor

Laß ihn kreuzigen!

 

Evangelist

Da aber Pilatus sahe, daß er nichts schaffete, sondern daß ein viel größer Getümmel ward, nahm er Wasser und wusch die Hände

vor dem Volk und sprach:

 

Pilatus

Ich bin unschuldig an dem Blut

dieses Gerechten. Sehet ihr zu!

 

Evangelist

Da antwortete das ganze Volk und sprach:

 

Chor

Sein Blut komme über uns und unsre Kinder!

 

Evangelist

Da gab er ihnen Barrabam los;

Aber Jesum ließ er geißeln

und überantwortete ihn,

daß ergekreuziget würde.

 

NR. 60 REZITATIV (Alt)

Erbarm' es Gott!

Hier steht der Heiland angebunden.

O Geißelung, o Schläg', o Wunden!

Ihr Henker, haltet ein!

Erweichet euch der Seelen Schmerz,

Der Anblick solchen Jammers nicht?

Ach ja, ihr habt ein Herz,

Das muß der Martersäule gleich

Und noch viel härter sein,

Erbarmt euch, haltet ein!

 

NR. 61 ARIE (Alt)

Können Tränen meiner Wangen

Nichts erlangen,

O, so nehmt mein Herz hinein!

Aber laßt es bei den Fluten,

Wenn die Wunden milde bluten,

Auch die Opferschale sein.

 

NR. 62 REZITATIV (27, 27-29)

 

Evangelist

Da nahmen die Kriegsknechte

des Landpflegers Jesum zu sich

in das Richthaus und sammelten

über ihn die ganze Schar,

und zogen ihn aus und legeten ihm

einen Purpurmantel an.

Und flochten eine Dornenkrone

Und setzten sie auf sein Haupt,

Und ein Rohr in seine rechte Hand,

und beugeten die Knie vor ihm

und spotteten ihn und sprachen:

 

Chor

Gegrüßt seist du, Judenkönig!

 

Evangelist

Und speieten ihn an, und nahmen

das Rohr und schlugen damit sein Haupt.

 

NR. 63 CHORAL

O Haupt voll Blut und Wunden,

Voll Schmerz und voller Hohn;

O Haupt, zu Spott gebunden

Mit einer Dornenkron'!

O Haupt, sonst schön gezieret,

Mit höchster Ehr' und Zier,

Jetzt aber hoch schimpfieret:

Gegrüßet seist du mir!

Du edles Angesichte,

Vor dem sonst schrickt und scheut

Das große Weltgerichte,

Wie bist du so bespeit!

Wie bist du so erbleichet,

Wer hat dein Augenlicht,

Dem sonst kein Licht nicht gleichet,

So schändlich zugericht't?

 

Kreuzigung

(Matthäus 27, 31-54)

 

NR. 64 REZITATIV (27, 31-32)

 

Evangelist

Und da sie ihn verspottet hatten,

zogen sie ihm den Mantel aus

und zogen ihm seine Kleider an,

und führeten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten.

Und indem sie hinaus gingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene, mit Namen Simon;

den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz trug.

 

NR. 65 REZITATIV (Bass)

Ja! freilich will in uns das Fleisch und Blut

Zum Kreuz gezwungen sein;

Je mehr es unsrer Seele gut,

Je herber geht es ein.

 

NR. 66 ARIE (Bass)

Komm, süßes Kreuz, so will ich sagen,

Mein Jesu, gib es immer her!

Wird mir mein Leiden einst zu schwer,

So hilf du mir es selber tragen.

 

NR. 67 REZITATIV (27, 33-43)

 

Evangelist

Und da sie an die Statte kamen

mit Namen Golgatha,

das ist verdeutschet Schädelstätt,

gaben sie ihm Essig zu trinken mit Gallen

vermischet; und da er's schmeckete,

wollte er's nicht trinken.

Da sie ihn aber gekreuziget hatten,

Teilten sie seine Kleider und warfen

das Los darum; auf daß erfüllet würde,

das gesagt ist durch den Propheten:

Sie haben meine Kleider unter sich geteilet,

und über mein Gewand

haben sie das Los geworfen.

Und sie saßen allda und hüteten sein.

Und oben zu seinem Haupte hefteten sie

die Ursach seines Todes beschrieben, nämlich: Dies ist Jesus der Juden König.

Und da wurden zween Mörder

mit ihm gekreuziget,

einer zur Rechten und einer zur Linken.

Die aber vorübergingen,

lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe

und sprachen:

 

Chor

Der du den Tempel Gottes zerbrichst,

und bauest ihn in drei Tangen,

hilf dir selber!Bist du Gottes Sohn,

so steig herab vom Kreuz.

 

Evangelist

Desgleichen auch die Hohenpriester

spotteten sein, samt den Schriftgelehrten

und Ältesten, und sprachen:

 

Chor

Andern hat er geholfen,

und kann sich selber nicht helfen!

Ist er der König Israels,

so steige er nun vom Kreuz,

so wollen wir ihm glauben.

Er hat Gott vertrauet,

der erlöse ihn nun, lüstet's ihn;

denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.

 

NR. 68 REZITATIV (27, 44)

 

Evangelist

Desgleichen schmäheten ihn auch

die Mörder, die mit ihm gekreuziget wurden.

 

NR. 69 REZITATIV (Alt)

Ach, Golgatha, unsel'ges Golgatha!

Der Herr der Herrlichkeit

muß schimpflich hier verderben,

der Segen und das Heil der Welt

Wird als ein Fluch ans Kreuz gestellt.

Dem Schöpfer Himmels und der Erden

Soll Erd' und Luft entzogen werden;

Die Unschuld muß hier schuldig sterben:

Das gehet meiner Seele nah;

Ach, Golgatha, unsel'ges Golgatha!

 

NR. 70 ARIE (Alt, Chor)

 

Solo:

Sehet, Jesus hat die Hand

Uns zu fassen ausgespannt; Kommt!

 

Chor:

Wohin?

 

Solo:

In Jesu Armen.

Sucht Erlösung, nehmt Erbarmen,

Suchet!

 

Chor:

Wo?

 

Solo:

In Jesu Armen. Lebet, sterbet, ruhet hier,

Ihr verlass'nen Küchlein ihr, bleibet!

 

Chor:

Wo?

 

Solo:

In Jesu Armen.

 

NR. 71 REZITATIV (27, 45-50)

 

Evangelist

Und von der sechsten Stunde an

ward eine Finsternis über das ganze Land,

bis zu der neunten Stunde.

Und um die neunte Stunde schriee

Jesus laut und sprach:

 

Jesus

Eli, Eli, lama asabthani!

 

Evangelist

Das ist: Mein Gott, mein Gott,

warum hast du mich verlassen!

Etliche aber, die da stunden,

da sie das höreten, sprachen sie:

 

Chor

Der rufet den Elias.

 

Evangelist

Und bald lief einer unter ihnen,

nahm einen Schwamm und füllete

ihn mit Essig, und steckete ihn auf ein Rohr

und tränkete ihn.

Die andern aber sprachen:

 

Chor

Halt, laß sehen, ob Elias komme und ihm helfe?

 

Evangelist

Aber Jesus schriee abermals laut

und verschied.

 

NR. 72 CHORAL

Wenn ich einmal soll scheiden,

So scheide nicht von mir!

Wenn ich den Tod soll leiden,

So tritt du dann herfür!

Wenn mir am allerbängsten

Wird um das Herze sein,

So reiß mich aus den Ängsten.

Kraft deiner Angst und Pein!

 

NR. 73a REZITATIV (27, 51-54)

 

Evangelist

Und siehe da, der Vorhang im

Tempel zerriß in zwei Stück,

Von oben an bis unten aus.

Und die Erdeerbebete, und die Felsen zerrissen,

und die Gräber täten sich auf,

und stunden auf viel Leiber der Heiligen,

die da schliefen;

Und gingen aus den Gräbern nach seiner

Auferstehung und kamen in die heilige Stadt

und erscheinen vielen.

Aber der Hauptmann,

und die bei ihm waren und bewahreten Jesum,

da sie sahen das Erdbeben

und was da geschah, erschraken sie sehr

und sprachen:

 

Chor

Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.

 

Grablegung

(Matthäus 27, 55-66)

 

NR. 73b REZITATIV

 

Evangelist

Und es waren viel Weiber da,

Die von ferne zusahen,

die da waren nachgefolget aus Galiläa

und hatten ihm gedienet;

unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter Jakobi und Joses,

und die Mutter der Kinder Zebedäi.

Am Abend aber kam ein reicher Mann

von Arimathia, der hieß Joseph,

welcher auch ein Jünger Jesu war.

Der ging zu Pilato

und bat ihn um den Leichnam Jesu.

Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben.

 

NR. 74 REZITATIV (Bass)

Am Abend, da es kühle war,

Ward Adams Fallen offenbar.

Am Abend drücket ihn der Heiland nieder;

Am Abend kam die Taube wieder

Und trug ein Ölblatt in dem Munde.

O schöne Zeit! O Abendstunde!

Der Friedensschluß ist nun mit Gott gemacht,

Denn Jesus hat sein Kreuz vollbracht.

Sein Leichnam kommt zur Ruh.

Ach, liebe Seele, bitte du,

Geh, lasse dir den toten Jesum schenken,

O heilsames, o köstlich's Angedenken!

 

NR. 75 ARIE (Bass)

Mache dich, mein Herze, rein,

Ich will Jesum selbst begraben.

Denn er soll nunmehr in mir

Für und für seine süße Ruhe haben.

Welt, geh aus, laß Jesum ein!

 

NR. 76 REZITATIV (27, 59-66)

 

Evangelist

Und Joseph nahm den Leib

Und wickelte ihn in ein' rein' Leinwand

und legte ihn in sein eigen neu Grab,

welches er hatte lassen in einen Fels hauen;

Und wälzete einen großen Stein

vor die Tür des Grabes und ging davon.

Es war aber allda Maria Magdalena

und die andere Maria,

die setzten sich gegen das Grab.

Des andern Tages,

der da folget  nach dem Rüsttage,

kamen die Hohenpriester und Pharisäer

sämtlich zu Pilato und sprachen:

 

Chor

Herr, wir haben gedacht,

daß dieser Verführer sprach, da er noch lebete:

Ich will nach dreien Tagen wieder auferstehen.

Darum befiehl, daß man das Grab verwahre

bis an den dritten Tag,

auf daß nicht seine Jünger kommen

und stehlen ihn und sagen zu dem Volk:

Er ist auferstanden von den Toten;

Und werde der letzte Betrug ärger,

denn der erste.

 

Evangelist

Pilatus sprach zu ihnen:

 

Pilatus

Da habt ihr die Hüter. Gehet hin

und verwahret's, wie ihr wisset.

 

Evangelist

Sie gingen hin, und verwahreten das Grab

mit Hütern, und versiegelten den Stein.

 

NR. 77 REZITATIV (Soli, Chor)

 

Solo (Bass):

Nun ist der Herr zur Ruh' gebracht.

 

Chor:

Mein Jesu, gute Nacht!

 

Solo (Tenor):

Die Müh' ist aus,

die uns're Sünden ihm gemacht.

 

Chor:

Mein Jesu, gute Nacht!

 

Solo (Alt):

O selige Gebeine,

Seht, wie ich euch mit Buß und Reu beweine,

Daß euch mein Fall

in solche Not gebracht.

 

Chor:

Mein Jesu, gute Nacht!

 

Solo (Sopran):

Habt lebenslang

vor eurer Leiden tausend Dank,

Daß ihr mein Seelenheil

so wert geacht't.

 

Chor:

Mein Jesu, gute Nacht!

 

 

NR. 78 SCHLUßCHOR

Wir setzen uns mit Tränen nieder

Und rufen dir im Grabe zu:

Ruhe sanfte, sanfte ruh'!

Ruht, ihr ausgesognen Glieder!

Ruhet sanfte, ruhet wohl.

Euer Grab und Leichenstein

Soll dem ängstlichen Gewissen

Ein bequemes Ruhekissen

Und der Seelen Ruhstatt sein.

Höchst vergnügt schlummern da

Die Augen ein.

A Paixão de Nosso Senhor Jesus Cristo

Segundo o Evangelista Mateus

 

Música: Johann Sebastian Bach

Texto extraído das Sagradas Escrituras

com comentários poéticos de C. F. Henrici,

conhecido como Picander

 

Primeira parte

 

Jesus é ungido em Betânia

(Mateus 26, 1-13)

 

Nº 1. CORO, CORAL

 

Coro

Venham, filhas; ajudem-me a chorar!

Olhem! (quem?) O noivo.

Olhem-no! (como?) Como um cordeiro.

Olhem! (o quê?) A sua paciência.

Olhem! (para onde?) Para as nossas culpas.

Olhem-no! Por amor e clemência

Ele carrega a madeira da própria cruz.

 

Coral (Sopranos “in ripieno”)

Ó inocente Cordeiro de Deus,

Sacrificado no tronco da cruz,

Sempre paciente;

Apesar de seres desprezado,

Suportaste todos os nossos pecados.

Sem ti teríamos nos desesperado.

Compadece-te de nós, Jesus!

 

Nº 2 Recitativo (26, 1-2)

 

Evangelista (EV):

Quando Jesus terminou suas palavras,

disse aos seus discípulos:

 

Jesus:

Bem sabeis que daqui a dois dias

será celebrada a páscoa e, o filho do homem

será entregue

para ser crucificado.

 

Nº 3 CORAL:

Amantíssimo Jesus,

em que transgrediste,

para que caia sobre ti

tão severa sentença?

Qual é a tua culpa?

Que más ações cometeste?

 

 

Nº 4 Recitativo (26, 3-4)

EV.

Então reuniram-se os principais sacerdotes,

os escribas e os anciãos da cidade

no palácio do sumo-sacerdote,

que se chamava Caifás. E resolveram buscar

o modo de prender a Jesus com ardis, para matá-lo.

Mas disseram:

 

Nº 5 Coro (26, 5)

Que não seja durante a festa (páscoa),

para não provocar tumulto no povo.

 

Nº 6 Recitativo (26, 6-7)

 

EV.

Estando Jesus em Betânia,

em casa de Simão, o leproso,

aproximou-se dele uma mulher

que trazia um vaso de alabastro cheio de bálsamo precioso, e lho derramou sobre a cabeça,

estando ele reclinado à mesa.

Quando os discípulos viram isso,

indignaram-se, e disseram:

 

Nº 7 Coro (26, 8-9)

Para quê esse desperdício?

Este perfume poderia ter sido vendido por alto preço

e o lucro dado aos pobres.

 

Nº. 8 Recitativo (26, 10-13)

 

EV.

Jesus, porém, percebendo isso, disse-lhes:

 

Jesus

Por que molestais esta mulher?

pois praticou uma boa ação para comigo.

Porquanto os pobres sempre os tendes convosco;

a mim, porém, nem sempre me tendes.

Ora, derramando ela este bálsamo sobre o meu corpo,

fê-lo a fim de preparar-me

para a minha sepultura.

Em verdade vos digo que onde quer que for pregado

em todo o mundo este evangelho,

também o que ela fez será contado

para memória sua.

 

 

Nº 9 Recitativo (Contralto)

Salvador bem amado,

Enquanto teus discípulos imprudentes

Murmuram vendo esta piedosa mulher

Preparar com ungüento o teu corpo

Para a sepultura,

Permite-me que, enquanto isso,

Meus olhos vertam sobre a tua cabeça

Um copioso fluxo de lágrimas.

 

Nº 10 Ária (Contralto):

Contrição e arrependimento

Torturam o meu coração culpável.

Que minhas lágrimas tornem-se para ti,

Fiel jesus, em agradáveis aromas.

 

 

A Última Ceia

(Mateus 26, 14-35)

 

Nº 11 Recitativo (26, 14-16)

 

Ev.

Então um dos doze discípulos,

chamado Judas Iscariotes

foi aos principais dos sacerdotes e lhes disse:

 

Judas:

Que me dareis se o entregar a vós?

Estou disposto a traí-lo.

 

Ev.

Ofereceram-lhe trinta moedas de prata,

e a partir de então procurava ocasião

para traí-lo.

 

Nº 12 Ária (Soprano):

Sangra, querido coração!

O menino que criaste,

que amamentaste no teu peito,

ameaça assassinar-te,

pois converteu-se em serpente.

 

Nº 13 Recitativo (26,17)

 

Ev.

No dia primeiro dos pães asmos,

aproximaram-se de Jesus os seus discípulos

e lhe perguntaram:

 

Nº 14 Coro:

Onde queres que façamos os preparativos

para a ceia da páscoa?

 

Nº 15 Recitativo (26, 18-22)

 

Ev.

Ele lhes disse:

 

Jesus:

Ide à cidade, a casa de fulano

e dizei-lhe: o mestre encarregou-me de dizer-te

que a sua hora se aproxima

e quer celebrar, na tua casa, a páscoa

com seus discípulos.

 

EV.

E os discípulos fizeram

como Jesus lhes havia ordenado

e prepararam a páscoa.

E ao entardecer, sentou-se à mesa

com os doze.

E quando estavam comendo, lhes disse:

 

Jesus:

Em verdade vos digo

que um de vós me trairá.

 

Ev.

Eles se entristeceram profundamente,

e, um por um, lhe perguntaram:

 

Coro:

Senhor, sou eu?

 

Nº 16 CORAL:

Sou eu, e deveria sofrer em seu lugar,

atado pelos pés e mãos,

no inferno.

A flagelação, as ataduras

e tudo quanto padeceste

minha alma é que merecia.

 

Nº 17 Recitativo (26, 23-29)

 

EV.

Ele respondeu, dizendo:

 

Jesus:

O que puser comigo a mão no prato

esse é o que me trairá.

O filho do homem continua o seu caminho,

conforme dele está escrito:

Mas ai daquele

por quem o filho do homem

for traído. Melhor seria

não ter chegado a nascer.

 

 

EV.

Judas, o que ia traí-lo,

lhe perguntou:

 

Judas:

Mestre, sou eu?

 

EV.

E ele lhe respondeu:

 

JESUS:

Tu o disseste.

 

EV.

Enquanto comiam, tomou Jesus o pão

e, dando graças, partiu-o

e deu-o aos seus discípulos, dizendo:

 

JESUS

Tomai e comei: este é o meu corpo.

 

EV.

E tomou o cálice e, dando graças,

ofereceu-lhes, dizendo:

 

JESUS

Tomai e bebei todos vós;

este é o meu sangue do novo testamento,

que será derramado por muitos

para a remissão dos seus pecados.

E digo-vos que não beberei mais

deste fruto da videira

até o dia em que o beba de novo

convosco no reino do meu Pai.

 

Nº 18 Recitativo (SOPRANO)

Apesar de o meu coração

se desfalecer em lágrimas,

quando Jesus se afasta de mim,

seu testamento enche-me de gozo.

Sua carne, seu sangue, apreciado tesouro!

põe-nos em minhas mãos.

Assim como na terra

só podia amar aos seus,

assim os amará até o fim.

 

Nº 19 Ária (Soprano)

Quero oferecer-te meu coração,

Mergulha-te nele, meu Salvador.

Quero em ti fundir-me;

Se o mundo é pequeno demais para ti,

Que sejas tu só para mim,

Mais que o céu e o mundo.

 

Nº 20. Recitativo (26, 30-32)

 

EV.

E tendo cantado um hino,

Saíram para o Monte das Oliveiras.

Então Jesus lhes disse:

 

Jesus:

Todos vós esta noite

vos escandalizareis de mim;

pois está escrito:

Ferirei o pastor,

e as ovelhas do rebanho se dispersarão.

Todavia, depois que eu ressurgir,

irei adiante de vós para a Galiléia.

 

Nº 21 Coral:

Reconhece-me guardião e pastor meu,

leva-me contigo!

De ti, fonte de todos os bens,

procedem todos os meus.

Tua voz me deliciou

com leite e doces alimentos.

Teu espírito satisfez-me

com mil gozos celestiais.

 

Nº 22 Recitativo (26, 33-35)

 

Ev.

Mas Pedro, tomando a palavra,

disse-lhe:

 

Pedro:

Mesmo que todos se envergonhem de ti,

eu jamais me envergonharei.

 

Ev.

Jesus lhe respondeu:

 

Jesus:

Em verdade te digo:

esta noite, antes que o galo cante,

me negarás três vezes.

 

Ev.

Pedro lhe respondeu:

 

Pedro:

Mesmo que tiver que morrer contigo,

não te negarei.

 

Ev.

E o mesmo disseram os outros discípulos.

 

Nº 23 Coral:

Quero ficar aqui, junto de ti,

não me rechaces.

Não estarei afastado de ti,

quando se fecharem os teus olhos;

quando teu coração se detiver

no último estertor da agonia,

então quero tomar-te entre meus braços

e colocar-te em  meu seio.

 

No Monte das Oliveiras

(Mateus 26, 36-56)

 

Nº 24 Recitativo (26, 36-38)

 

Ev.

Então, veio Jesus com eles a um jardim,

chamado Getsêmani,

e disse aos seus discípulos:

 

Jesus:

Sentai-vos aqui,

enquanto eu vou ali para orar.

 

Ev.

E levando consigo Pedro

e os dois filhos de Zebedeu,

começou a se entristecer e a se angustiar.

Então Jesus lhes disse:

 

Jesus:

Minha alma está muito triste;

ficai aqui e velai comigo.

 

Nº 25 Recitativo (Tenor, Coral)

 

Solo:

Ó dor!

Aqui treme o coração atormentado!

Como se desfalece,

Quão descomposto está o seu rosto!

O Juiz o leva ante o tribunal.

Não há consolo, não há ajuda.

Sofre todos os tormentos infernais,

Expiando a culpa de todos.

Ah, se o meu amor pudesse, meu Salvador,

acalmar teus estremecimentos,

Suavizar tuas angústias ou ajudar-te a suportá-las!

Com que satisfação ficaria aqui contigo!

 

Coral

Qual é a causa de tais tormentos?

Ah, são meus pecados

o que assim te tortura?

Ah, Senhor Jesus,

sou o responsável

da culpa que tu expias!

 

Nº 26 Ária (Tenor, Coro)

 

Solo (Tenor):

Quero velar junto do meu Jesus.

 

Coro:

Assim, adormecem os nossos pecados.

 

Solo:

A dor da sua alma expia a morte da minha.

Seus padecimentos tornam possível

a minha alegria.

 

Coro:

Deste modo, um sofrimento que nos redime
tem que ser, ao mesmo tempo, amargo e doce.

 

Nº 27 Recitativo (26, 39)

 

Ev.

Adiantou-se um pouco

e prostrando-se até tocar a terra com o seu rosto,

orava, dizendo:

 

Jesus:

Pai, se for possível,

afasta de mim este cálice;

no entanto, não se faça a minha vontade, mas a tua.

 

Nº 28 Recitativo (Baixo):

O Salvador cai prostrado ante o seu Pai,

para assim levantar-nos a todos

de nossas quedas,

até alcançar de novo a graça de Deus.

Está disposto

a tomar o cálice amargo da morte,

onde estão vertidos

os odiosos e hediondos pecados deste mundo,

porque assim deseja o Pai amado.

 

Nº 29 Ária (Baixo)

Satisfeito aceitaria eu

carregar a sua cruz

e beber do cálice depois do meu Salvador,

pois a sua boca,

da qual mana leite e mel,

tornou doces, no primeiro sorvo,

o padecimento e o cruel opróbrio.

 

Nº 30 Recitativo (26, 40-42)

 

EV.

E voltando para os discípulos,

achou-os dormindo e lhes disse:

 

Jesus:

Assim nem uma hora pudestes

vigiar comigo? Vigiai e orai,

para que não entreis em tentação;

o espírito, na verdade está pronto,

mas a carne é fraca.

 

EV.

Retirando-se mais uma vez,

orou, dizendo:

 

Jesus

Meu Pai, se não é possível passar este cálice,

sem que eu o beba,

bebê-lo-ei, cumprindo assim a tua vontade.

 

Nº 31 Coral

Que sempre se cumpra a vontade de Deus,

Pois o que ele quer é o melhor;

Sempre está disposto a ajudar

aos que nele crêem firmemente;

Ele nos salva da miséria, o piedoso Deus,

e castiga-nos com moderação.

Quem em Deus confia, constrói sobre ele,

Pois não nos abandonará.

 

Nº 32 Recitativo (26, 43-50)

 

EV.

E, voltando outra vez, achou-os dormindo,

porque seus olhos estavam carregados.

E, deixando-os novamente, foi orar terceira vez,

repetindo as mesmas palavras.

Então voltou para os discípulos

e disse-lhes:

 

Jesus

Dormis agora e descansais?

Eis que é chegada a hora,

e o Filho do homem está sendo entregue

nas mãos dos pecadores.

Levantai-vos, vamo-nos;

eis que é chegado aquele que me trai.

 

EV.

E estando ele ainda a falar, eis que veio Judas,

um dos doze, e com ele

grande multidão com espadas e varapaus,

vinda da parte dos principais sacerdotes

e dos anciãos do povo.

Ora, o que o traía lhes havia dado

um sinal, dizendo:

Aquele que eu beijar,

esse é; prendei-o.

E logo, aproximando-se de Jesus, disse:

 

Judas

Salve, Rabi.

 

EV.

E o beijou.

Jesus, porém, lhe disse:

 

Jesus

Amigo, a que vieste?

 

EV.

Nisto, aproximando-se eles,

lançaram mão de Jesus, e o prenderam.

 

Nº 33 Dueto

(Soprano, Contralto, Coro Duplo)

 

Solistas:

Assim foi preso meu Jesus.

A lua e as estrelas

de dor se esconderam,

porque meu Jesus foi preso.

Levam-no, amarram-no.

 

Coro:

Deixem-no, soltem-no, não o amarrem!

Desapareceram os raios e os trovões

no céu?

Ó inferno, abre teu abismo de fogo,

destrói, arruína, devora, aniquila

com repentina fúria ao falso traidor,

ao sangue assassino.

 

Nº 34 Recitativo (26, 51-56)

 

EV.

E eis que um dos que estavam com Jesus,

estendendo a mão, puxou da espada

e, ferindo o servo do sumo sacerdote,

cortou-lhe uma orelha.

Então jesus lhe disse:

 

Jesus

Mete a tua espada no seu lugar;

porque todos os que lançarem mão da espada,

com a espada morrerão.

Ou pensas tu que eu não poderia rogar a meu Pai,

e que ele não me mandaria agora mesmo

mais de doze legiões de anjos?

Como, pois, se cumpririam as Escrituras,

que dizem que assim convém que aconteça?

 

EV.

Disse Jesus à multidão naquela hora:

 

Jesus

Saístes com espadas e varapaus

para me prender, como a um salteador.

Todos os dias estava eu

sentado no templo ensinando,

e não me prendestes.

Mas tudo isso aconteceu

para que se cumprissem

as Escrituras dos profetas.

 

EV.

Então todos os discípulos, deixando-o, fugiram.

 

Nº 35 Coral

Ó homem,

Chora teu grande pecado,

Pelo qual Cristo deixou o selo do seu Pai,

descendo à terra.

De uma virgem doce e pura

Nasceu para nós,

Para ser o Mediador;

Deu vida aos mortos

E curou os doentes,

Até que chegou a hora

De ser sacrificado por nós,

De carregar sobre a cruz

O pesado fardo dos nossos pecados.

 

 

SEGUNDA PARTE

 

 

O Falso Testemunho

(Mateus 26,57-63)

 

Nº 36 Ária (Contralto, Coro)

 

Solo:

Ai, meu Jesus já não está mais aqui!

Será possível, devo crer nos meus olhos?

Ai, meu Cordeiro nas garras do tigre?

Ai, onde foi o meu Jesus?

Ai, o que devo responder à minha alma, quando, dolorida, me pergunta:

Ai, onde foi o meu Jesus?

 

Coro:

Aonde foi o teu amado,

Ó tu, a mais bela dentre as mulheres?

Para onde se encaminhou o teu amado?

Queremos ajudar-te a buscá-lo.

 

Nº 37 Recitativo (26, 51-59)

 

EV.

E os que prenderam Jesus

o levaram à casa de Caifás, o sumo sacerdote,

onde se haviam reunido

os escribas e os anciãos.

Mas Pedro o seguia de longe

até ao pátio do sumo-sacerdote

e, tendo entrado,

assentou-se entre os serventuários,

para ver o fim.

Ora, os principais sacerdotes e todo o Sinédrio procuravam algum testemunho falso contra Jesus,

a fim de o condenarem à morte.

E não acharam.

 

Nº 38 Coral

O mundo julgou-me falsamente,

Com mentiras e enganos,

Com escuras redes e ciladas,

Senhor, defende-me deste perigo,

Livra-me destas perfídias.

 

Nº 39 Recitativo (26, 60-63)

 

EV.

Apesar de se terem apresentado muitas testemunhas

falsas, não encontraram nenhuma.

Mas, afinal, compareceram duas, afirmando:

 

Primeira e segunda Testemunhas

Ele disse: “eu posso destruir o templo de Deus

e reconstruí-lo em três dias”.

 

 

EV

E, levantando-se o sumo sacerdote,

perguntou a Jesus:

 

Pontífice

Nada respondes ao que estes

Depõem contra ti?

 

EV

Jesus, porém, guardou silêncio.

 

Nº 40 Recitativo (tenor)

Meu Jesus guarda silêncio

diante das falsidades,

para mostrar-nos assim

que a sua misericordiosa vontade

se oferece para sofrer por nós,

e que também na adversidade

devemos fazer como ele:

permanecer em silêncio na perseguição.

 

Nº 41 Ária (tenor)

Paciência, paciência

Quando falsas línguas me firam,

Quando sofra injustamente

Injúria e escárnio.

O Deus amado vingará

A inocência do meu coração.

 

Jesus perante Caifás e Pilatos

(Mateus 26, 63-75; 27, 1-14)

 

Nº 42 Recitativo (26, 63-66)

 

EV

E o sumo sacerdote respondendo,

disse- lhe:

 

Pontífice

Conjuro-te pelo Deus vivo

que nos digas se tu és o Cristo,

o Filho de Deus.

 

EV

Jesus lhe respondeu:

 

Jesus

É como disseste; contudo vos digo

que vereis em breve

o Filho do homem

assentado à direita do Poder,

e vindo sobre as nuvens do céu.

 

EV

Então o sumo sacerdote rasgou as suas vestes,

dizendo:

 

Pontífice

Blasfemou; para que precisamos

ainda de testemunhas?

Eis que agora acabais de ouvir

a sua blasfêmia. Que vos parece?

 

EV

E respondendo, disseram:

 

Coro

É réu de morte!

 

Nº 43 Recitativo (26, 67-68)

 

EV

Então uns lhe cuspiram no rosto

e lhe deram socos;

e outros o esbofetearam,

dizendo:

 

Coro

Profetiza-nos, ó Cristo;

quem foi que te bateu?

 

Nº 44 Coral

Quem te golpeou assim,

Meu Salvador, e com tormentos

Tão cruelmente te maltratou?

Tu não és um pecador,

como nós e nossos filhos;

da maldade nada conheces.

 

Nº 45 Recitativo (26, 69-73)

 

Ev.

Pedro estava sentado fora, no átrio

e, aproximando-se uma servente, lhe disse:

 

Primeira servente:

Tu estavas também com Jesus da Galiléia.

 

Ev.

Mas ele o negou ante todos, dizendo:

 

Pedro

Não sei o que estás dizendo.

 

Ev.

Quando ele se encaminhava para a porta

foi visto por outra,

que disse aos presentes:

 

Segunda servente:

Este estava também com Jesus de Nazaré.

 

Ev.

E de novo o negou, jurando:

 

Pedro:

Não conheço esse homem.

 

Ev.

E pouco depois dirigiram-se a Pedro

os que lá estavam, dizendo:

 

Coro:

Verdadeiramente, tu és um dos seus,

pois a tua fala te condena.

 

Nº 46 Recitativo (26, 74-75)

 

Ev.

Então, começou a amaldiçoar

e a praguejar:

 

Pedro:

Não conheço esse homem!

 

Ev.

E, simultaneamente, cantou o galo.

Então lembrou-se Pedro das palavras de Jesus,

que tinha lhe dito: Antes que cante o galo,

me negarás três vezes.

E saindo, chorou amargamente.

 

Nº 47 Contralto:

Tem piedade de mim, Deus meu,

observa meu pranto;

eis que meu coração e meus olhos

choram amargamente diante de ti.

Tem piedade de mim!

 

Nº 48 Coral

Mesmo que eu me afaste de ti,

Voltarei de novo ao teu lado;

Pela angústia e tormentos da morte

Fez-se teu Filho semelhante a nós.

Não nego a minha culpa,

Mas a tua graça e benevolência

São muito melhores que o meu pecado,

Que sempre carrego comigo.

 

Nº 49 Recitativo (27, 1-4)

 

EV.

Ora, chegada a manhã,

todos os principais sacerdotes e os anciãos do povo

entraram em conselho contra Jesus, para o matarem;

e, maniatando-o, levaram-no

e o entregaram ao governador

Pontio Pilatos.

Então Judas, aquele que o traíra,

vendo que Jesus fora condenado,

devolveu, compungido,

as trinta moedas de prata

aos anciãos, dizendo:

 

Judas

Pequei, traindo o sangue inocente.

 

 

Ev.

Responderam eles:

 

Coro

Que nos importa? Seja isto lá contigo.

 

Nº 50 Recitativo (27, 5-6)

 

Ev.

E tendo ele atirado para dentro do santuário

as moedas de prata, retirou-se,

e foi enforcar-se.

Os principais sacerdotes, pois, tomaram as moedas

de prata, e disseram:

 

Pontífices:

Não é lícito metê-las no cofre das ofertas,

porque é preço de sangue.

 

Nº 51 Ária (Baixo)

Devolvei-me o meu Jesus!

Vede: o dinheiro, o preço do sangue,

o filho perdido atira a vossos pés.

 

 

Nº 52 Recitativo (27, 7-14)

 

Ev.

E, tendo deliberado em conselho, compraram com elas

o campo do oleiro, para servir de cemitério

para os estrangeiros. Por isso tem sido chamado aquele campo, até o dia de hoje,

Campo de Sangue.

Cumpriu-se, então, o que foi dito

pelo profeta Jeremias:

Tomaram as trinta moedas de prata,

preço do que foi avaliado,

a quem certos filhos de Israel avaliaram,

e deram-nas pelo campo do oleiro,

assim como me ordenou o Senhor.

Jesus, pois, ficou em pé diante do governador;

e este lhe perguntou:

 

Pilatus

És tu o rei dos judeus?

 

Ev.

Respondeu-lhe Jesus:

 

Jesus

É como dizes.

 

Ev.

Mas ao ser acusado

pelos principais sacerdotes e pelos anciãos,

nada respondeu. Perguntou-lhe então Pilatos:

 

Pilatus

Não ouves quantas coisas testificam contra ti?

 

Ev.

E Jesus não lhe respondeu a uma pergunta sequer;

de modo que o governador

muito se admirava.

 

Nº 53 Coral

Confia o teu caminho

E tudo o que o teu coração sofre

Ao mais fiel dos guardiões.

Aquele que reina nos céus,

O que rege os rumos

E os caminhos dos ventos

E das núvens sempre será

O melhor guia para ti.

 

Entrega e Flagelação

(Mateus 27, 15-30)

 

Nº 54 Recitativo (27, 15-22)

 

Ev.

Para a festa era costume que o governador

concedesse liberdade a um preso,

àquele que o povo escolhesse.

Havia naquele tempo um preso,

notável entre os demais,

que se chamava Barrabás.

E quando estavam reunidos,

disse-lhes Pilatos:

 

Pilatos:

A quem quereis que liberte:

a Barrabás ou a Jesus,

o que diz ser o Cristo?

 

Ev.

Pois ele estava certo de que

o tinham acusado por inveja.

E quando estava sentado no tribunal,

entrou sua mulher para dizer-lhe:

 

Mulher de Pilatos:

Não te impliques com esse justo,

pois hoje sofri muito em sonhos

por causa dele.

 

Ev.

Mas os príncipes dos sacerdotes e os anciãos persuadiram o povo

para que pedisse por Barrabás

e condenasse à morte Jesus.

E tomando a palavra,

o governador lhes disse:

 

Pilatos:

Qual destes dois quereis que liberte?

 

 

Ev.

Eles disseram:

 

Coro:

Barrabás!

 

Ev.

Pilatos lhes perguntou:

 

Pilatos:

Que devo fazer com Jesus,

o que diz ser o Cristo?

 

Ev.

Todos responderam:

 

Coro:

Crucifica-o!

 

Nº 55 Coral

Que incompreensível é este castigo!

O bom pastor sofre pelo seu rebanho:

O Senhor, o justo, paga a culpa

dos seus servos!

 

Nº 56 Recitativo (27, 23)

 

Ev.

Pilatos, porém, disse:

 

Pilatos

Pois que mal fez ele?

 

Nº 57 Recitativo (soprano)

Ele fez o bem a todos:

Deu vista os cegos,

Fez andar os mancos,

Transmitia-nos a palavra do Pai,

Afastou os demônios,

Consolou os aflitos,

Carregou sobre si as nossas culpas;

Só coisas assim fez o meu Jesus.

 

Nº 58 Ária (soprano)

Por amor quer morrer meu Salvador;

Ele que nada conhece do pecado,

Para que a eterna condenação

E o castigo da justiça

não pesem sobre minha alma.

 

Nº 59 Recitativo (27, 23-26)

 

Ev.

Mas eles clamavam ainda mais:

 

Coro

Crucifica-o!

 

Ev.

Ao ver Pilatos que nada conseguia,

mas pelo contrário que o tumulto aumentava,

mandando trazer água, lavou as mãos

diante da multidão, dizendo:

 

Pilatus

Sou inocente do sangue deste homem;

seja isso lá convosco.

 

Ev.

E todo o povo respondeu:

 

Coro

O seu sangue caia sobre nós e sobre nossos filhos.

 

Ev.

Então lhes soltou Barrabás;

mas a Jesus mandou açoitar,

e o entregou

para ser crucificado.

 

Nº 60 Recitativo (contralto)

Misericórdia, ó Deus!

Eis o Senhor amarrado.

Ó açoites, pancadas, feridas!

Verdugos, detende-vos!

Não vos comove a visão dos sofrimentos desta alma,

de tal desolação?

Ah, sim, ainda que tenhais coração,

Deve ele ser mais cruel

que o poste de tortura.

Misericórdia dele, detende-vos!

 

Nº 61 Ária (contralto)

As lágrimas no meu rosto

são impotentes.

Toma, então, meu coração!

Mas deixa também que seja como um cálice

de sacrifício para o fluxo de sangue

das suas feridas.

 

Nº 62 Recitativo (27, 27-29)

 

Ev.

Nisso os soldados do governador

levaram Jesus ao pretório,

e reuniram em torno dele

toda a coorte.

E, despindo-o,

vestiram-lhe um manto escarlate;

e tecendo uma coroa de espinhos,

puseram-lha na cabeça,

e na mão direita uma cana,

e ajoelhando-se diante dele,

o escarneciam, dizendo:

 

Coro

Salve, Rei dos Judeus!

 

Ev.

E cuspiram-lhe, e com uma vara

davam-lhe na cabeça.

 

Nº 63 Coral:

Ó fronte ensangüentada e ferida,

dorida e escarnecida!

Ó fronte ferida, para zombaria,

por uma coroa de espinhos!

Ó fronte, antes belamente adornada,

com a mais alta das honras

e agora assim atacada:

Eu te saúdo!

Tu, nobre rosto,

ante o qual teme e treme o juízo final,

de que forma cospem sobre ti!

Quão lívido estás!

Quem apagou de forma tão infame

a luz sem igual dos teus olhos?

 

 

 

A Crucificação

(Mateus 27, 31-54)

 

Nº 64 Recitativo (27, 31-32)

 

Ev.

Depois de o terem escarnecido,

despiram-lhe o manto,

puseram-lhe as suas vestes,

e levaram-no para ser crucificado.

Ao saírem, encontraram um homem cireneu,

chamado Simão, a quem obrigaram

a levar a cruz de Jesus.

 

Nº 65 Recitativo (Baixo)

Sim, certamente a nossa carne e sangue

quiseram ser requeridos para levar a cruz;

Pois isto será melhor para a nossa alma

Quanto mais amargo lhe seja.

 

Nº 66 Ária (Baixo)

“Vem, doce cruz”, quero assim dizer.

Dá-me-a para sempre, meu Jesus!

Se meu sofrimento é intolerável,

Ajuda-me, então, a suportá-lo.

 

Nº 67 Recitativo (27, 33-43)

 

Ev.

Quando chegaram ao lugar

chamado Gólgota,

que quer dizer, lugar da Caveira,

deram-lhe a beber vinho

misturado com fel; mas ele, provando-o,

não quis beber.

Então, depois de o crucificarem,

repartiram as vestes dele, lançando sortes,

para que se cumprisse

o que foi dito pelo profeta:

Repartiram entre si as minhas vestes,

e sobre a minha túnica deitaram sortes.

E, sentados, ali o guardavam.

Puseram-lhe por cima da cabeça

a sua acusação escrita:

ESTE É JESUS, O REI DOS JUDEUS.

Então foram crucificados com ele dois salteadores,

um à direita, e outro à esquerda.

E os que iam passando blasfemavam dele,

meneando a cabeça

e dizendo:

 

 

 

Coro

Tu, que destróis o santuário

e em três dias o reedificas,

salva-te a ti mesmo; se és Filho de Deus,

desce da cruz.

 

Ev.

De igual modo também os principais sacerdotes,

com os escribas e anciãos,

escarnecendo, diziam:

 

Coro

A outros salvou;

a si mesmo não pode salvar.

Rei de Israel é ele;

desça agora da cruz,

e creremos nele;

confiou em Deus,

livre-o ele agora, se lhe quer bem;

porque disse: Sou Filho de Deus.

 

Nº 68 Recitativo (27, 44)

 

Ev.

O mesmo lhe lançaram em rosto também

os salteadores que com ele foram crucificados.

 

Nº 69 Recitativo (Contralto)

Ah! Gólgota, funesto Gólgota!

O Senhor da Glória

perecerá aqui ultrajado,

O Benfeitor e Salvador do mundo

foi crucificado como um malfeitor.

Terra e ar hão de privar-se

do Criador do céu e da terra;

o inocente morrerá como culpado;

isto aflige extremamente minha alma.

Ah! Gólgota, funesto Gólgota!

 

Nº 70 Ária (Contralto, Coro)

 

Solo:

Vejam: Jesus estende a sua mão

para abraçar-nos. Venham!

 

Coro:

Aonde?

 

Solo:

Aos braços de Jesus.

Busquem a redenção e recebam a misericórdia;

busquem!

 

Coro:

Onde?

 

Solo:

Nos braços de Jesus vivam, morram, repousem aqui,

jovens abandonados; permaneçam!

 

Coro:

Onde?

 

Solo:

Nos braços de Jesus.

 

Nº 71 Recitativo (27, 45-50)

 

Ev.

E, desde a hora sexta,

houve trevas sobre toda a terra,

até a hora nona.

Cerca da hora nona,

bradou Jesus em alta voz, dizendo:

 

Jesus

Eli, Eli, lamá sabactani;

 

Ev.

isto é, Deus meu, Deus meu,

por que me desamparaste?

Alguns dos que ali estavam,

ouvindo isso, diziam:

 

Coro

Ele chama por Elias.

 

Ev.

E logo correu um deles,

tomou uma esponja,

ensopou-a em vinagre e, pondo-a numa cana,

dava-lhe de beber.

Os outros, porém, disseram:

 

Coro

Deixa, vejamos se Elias vem salvá-lo.

 

Ev.

De novo bradou Jesus com grande voz,

e entregou o espírito.

 

Nº 72 Coral

Quando eu tiver de partir,

não te afastes de mim!

Quando eu tiver de sofrer a morte,

Vem para o meu lado!

Quando meu coração estiver

Invadido pelos maiores temores,

Arrebata-me  da minha aflição

Com tua angústia e a tua pena!

 

Nº 73a Recitativo (27, 51-54)

 

Ev.

E eis que o véu do santuário

se rasgou em dois,

de alto a baixo;

a terra tremeu, as pedras se fenderam,

os sepulcros se abriram,

e muitos corpos de santos que tinham dormido

foram ressuscitados;

e, saindo dos sepulcros, depois da ressurreição dele,

entraram na cidade santa,

e apareceram a muitos.

Ora, o centurião

e os que com ele guardavam Jesus,

vendo o terremoto

e as coisas que aconteciam, tiveram grande temor,

e disseram:

 

Coro

Verdadeiramente este era filho de Deus.

 

O Sepultamento

(Mateus 27,55-66)

 

Nº 73b Recitativo

 

Ev.

Também estavam ali, olhando de longe,

muitas mulheres que tinham seguido Jesus

desde a Galiléia

para o ouvir;

entre as quais se achavam Maria Madalena, Maria,

mãe de Tiago e de José,

e a mãe dos filhos de Zebedeu.

Ao cair da tarde, veio um homem rico

de Arimatéia, chamado José,

que também era discípulo de Jesus.

Esse foi a Pilatos

e pediu o corpo de Jesus.

Então Pilatos mandou que lhe fosse entregue.

 

Nº 74 Recitativo (Baixo)

Ao entardecer, ao refrescar,

Fez-se evidente o pecado de Adão.

Ao entardecer, o Salvador o redimiu;

Ao entardecer, retornou a pomba

Trazendo um ramo de oliveira no bico.

Ó bela hora, momento do entardecer!

Agora estão feitas as pazes com Deus,

Pois Jesus cumpriu já a sua cruz.

Seu corpo já descansa em paz.

Alma bem-amada, roga,

Vem e pede que te entreguem Jesus morto,

Adorado presente!

 

Nº 75 Ária (Baixo)

Purifica-te, coração meu,

Eu mesmo quero enterrar Jesus.

Pois ele encontrará em mim

para sempre doce repouso.

Ó Mundo, afasta-te, deixa Jesus fazer parte de  mim.

 

Nº 76 Recitativo (27, 59-66)

 

Ev.

E José, tomando o corpo,

envolveu-o num pano limpo, de linho,

e depositou-o no seu sepulcro novo,

que havia aberto em rocha;

e, rolando uma grande pedra

para a porta do sepulcro, retirou- se.

Mas achavam-se ali Maria Madalena

e a outra Maria,

sentadas defronte do sepulcro.

No dia seguinte,

isto é, o dia depois da preparação, reuniram-se os

principais sacerdotes e os fariseus

perante Pilatos, e disseram:

 

Coro

Senhor, lembramo-nos de que

aquele embusteiro, quando ainda vivo, afirmou:

Depois de três dias ressurgirei.

Manda, pois, que o sepulcro seja guardado

com segurança até o terceiro dia;

para não suceder que, vindo os discípulos,

o furtem e digam ao povo:

Ressurgiu dos mortos;

e assim o último embuste será pior

do que o primeiro.

 

Ev.

Disse-lhes Pilatos:

 

Pilatos

Tendes uma guarda; ide,

tornai-o seguro, como entendeis.

 

Ev.

Foram, pois, e tornaram seguro o sepulcro,

selando a pedra, e deixando ali a guarda.

 

Nº 77 Recitativo (Solos e Coro)

 

Solo (Baixo):

Agora o Senhor descansa.

 

Coro:

Meu Jesus, descansa em paz!

 

Solo (tenor):

O padecimento que os nossos pecados

lhe causaram terminou.

 

Coro:

Meu Jesus, descansa em paz!

 

Solo (Contralto):

Ó corpo bem-aventurado,

vê como te choro contrito e arrependido,

pois minha culpa te causou

estes padecimentos.

 

Coro:

Meu Jesus, descansa em paz!

 

Solo (Soprano):

Estarei eternamente agradecido a ti

pelos teus sofrimentos,

Por tua diligência

para a salvação da minha alma.

 

Coro:

Meu Jesus, descansa em paz!

 

 

Nº 78 Coro Final:

Prostramo-nos com lágrimas

Perante o teu túmulo e clamamos:

Repousai docemente, repousai docemente!

Repousai, membros abatidos!

Repousai docemente, repousai bem.

Tua tumba e lápide serão

Para as consciências angustiadas

Suave almofada e lugar de repouso

para as almas.

Em sublime contentamento

Adormecem os teus olhos.

 

 

Traduzido por Lukas d’Oro

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